Gegenüber dem Schweizer Franken ist der Dollar wieder über die Marke von 87 Rappen gestiegen und kostet aktuell 0,8725 Franken nach 0,8698 Franken im Frühhandel. Das Euro-Franken-Paar hat ebenfalls leicht aufgewertet und wird derzeit zu 0,9368 nach 0,9351 bewertet.
Belastet wird der Euro seit einigen Tagen durch den aufwertenden Dollar. Hintergrund ist die überraschend robuste Konjunktur in den USA, die rasche Zinssenkungen durch die Zentralbank Federal Reserve trotz fallender Inflationsraten unwahrscheinlich macht. Zuletzt hatten sich gleich mehrere hochrangige Notenbanker in diese Richtung geäussert, darunter Fed-Chef Jerome Powell.
Konjunkturdaten aus Deutschland fielen am Morgen nur auf den ersten Blick positiv aus. Die Industrie erhielt im Dezember zwar deutlich mehr Aufträge als im Vormonat. Allerdings ging der Schub vor allem auf Grossaufträge aus dem Flugzeugbereich zurück. Ohne diese Komponente waren die Bestellungen sogar rückläufig. «Dies zeigt einmal mehr, dass eine Wende zum Besseren für die deutsche Wirtschaft nicht in Sicht ist», kommentierte Ökonom Ralph Solveen von der Commerzbank.
Unterdessen sind die Inflationserwartungen der Verbraucher im Euroraum auf kurze Sicht weiter gesunken, wie aus einer Umfrage der EZB hervorgeht. Auf mittlere Sicht stiegen die Erwartungen hingegen leicht an. Die tatsächliche Teuerung tendiert seit einiger Zeit nach unten, was der EZB in diesem Jahr Spielraum für Zinssenkungen eröffnen dürfte. Zeitpunkt und Ausmass sind jedoch ungewiss.
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(AWP)