Das USD/CHF-Paar notierte am späteren Nachmittag bei 0,7687 nach 0,7701 um die Mittagszeit. Auch zum Euro hat der Greenback etwas eingebüsst: das USD/EUR-Paar stieg auf 1,1865 von 1,1856 in der entsprechenden Zeit. Für das EUR/CHF-Paar ergibt das 0,9120 nach 0,9130.
Die US-Inflation fiel im Januar auf lediglich noch 2,4 von 2,7 Prozent im Dezember - erwartet worden war zwar ein Rückgang, aber lediglich auf 2,5 Prozent. Analysten zeigen sich denn auch recht überrascht. Dass bislang von den US-Zöllen kein nennenswerter Inflationsdruck ausgehe sei bemerkenswert, kommentierte Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank in einer ersten Reaktion. Ein Grund dafür könnte sein, dass Produktivitätsgewinne zumindest einen Teil der Zollerhöhungen aufgefangen haben.
Ob es an der Politik des Fed etwas ändern wird, muss sich zeigen, zumal ein Monatswert allein wenig aussagekräftig sei, wie es jeweils heisst. Die deutsche Helaba meint denn auch in einem Kommentar, dass die Inflation weiterhin zu hoch sein dürfte, um von der US-Notenbank dauerhaft akzeptiert zu werden. Entsprechend gebe es auch keinen Handlungszwang für das Fed.
Die meisten Ökonomen gehen davon aus, dass es unter der Ära von Jerome Powell, die bald endet, keine Zinssenkungen mehr geben wird. Für die Fed-Sitzung vom 17. Juni - dann evt. unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh - wird aus heutiger Sicht gemäss dem FedWatch-Tool von CME eine Zinssenkung um 25 Basispunkte mit einer Wahrscheinlichkeit von gut 50 Prozent erwartet.
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(AWP)

