Belastet wurde der Dollar von Hoffnungen auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Laut einem Bericht der US-Nachrichtenwebseite «Axios» und Informationen aus US-Regierungskreisen sollen sich Unterhändler auf eine Verlängerung der Waffenruhe sowie auf Gespräche über das iranische Atomprogramm verständigt haben. Die Vereinbarung müsse allerdings noch von US-Präsident Donald Trump gebilligt werden.

Die Aussicht auf eine Deeskalation belastete den Dollar, der seit Beginn des Konflikts zusammen mit dem Ölpreis als sicherer Hafen gesucht war. Händler setzten darauf, dass bei einer Entspannung wieder mehr Öl aus der Golfregion auf den Markt gelangen könnte. Devisenhändler griffen daher wieder vermehrt zu risikoreicheren Anlagen und trennten sich vom Greenback.

Der Euro legte zum Dollar leicht auf 1,1647 US-Dollar zu nach 1,1637 am Nachmittag. Gegenüber dem Vorabend zeigt sich das Währungspaar damit kaum verändert.

Daneben sorgten neue US-Konjunkturdaten für gemischte Signale, die aber zunächst wenig Einfluss hatten. Das US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal fiel schwächer aus als zunächst ausgewiesen, während die Inflation gemessen am PCE-Index wegen höherer Energiepreise den höchsten Stand seit fast drei Jahren erreichte. Dies schürte Sorgen vor einer möglichen Stagflation in den USA. Sie brächte die Notenbank in ein Dilemma, weil sie zur Bekämpfung der hohen Inflation die Zinsen erhöhen müsste, damit aber gleichzeitig die schwächelnde Wirtschaft zusätzlich bremsen würde.

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(AWP)