So legte der Dollar auf 0,8052 Franken zu und kostete damit etwas mehr als am späten Nachmittag (0,8035). Der Euro sank gegenüber dem «Greenback» auf 1,1459 Dollar, nach 1,1471 Dollar wenige Stunden zuvor. Dagegen verteuerte sich die europäische Gemeinschaftswährung am Abend auf 0,9227 Franken. Am späten Nachmittag war der Euro noch zu 0,9217 Franken gehandelt worden.

Am Markt wurde nach dem Stillhalten der US-Notenbank Fed am Vorabend auf eine Zinserhöhung in den USA im weiteren Verlauf des Jahres spekuliert. Dies sorgte beim Dollar für Auftrieb, während andere Währungen wie Franken und Euro unter Druck gerieten.

Die US-Notenbank hatte den Leitzins am Vorabend zwar wie erwartet unverändert belassen. Die Währungshüter erhöhten aber ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr deutlich. Darüber hinaus hatte der neue Notenbankchef Kevin Warsh die Bedeutung der Preisstabilität besonders hervorgehoben.

Die SNB hielt an ihrer Nullzins-Politik fest. Dagegen passte sie für die Devisenmarktinterventionen die Kommunikation etwas an, was den Franken leicht unter Druck setzte.

SNB-Präsident Martin Schlegel hob hervor, dass die Zinsen in den grossen Währungsräumen zuletzt gestiegen seien, weil die Märkte aufgrund der höheren Inflation dort eine straffere Geldpolitik erwarten würden. «Mit der Ausweitung der Zinsdifferenzen zum Ausland hat der Franken etwas an Wert verloren», sagte Schlegel im Gespräch mit Journalisten.

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(AWP)