Das Dollar/Franken-Paar steht derzeit bei 0,7852 nach einem höheren Stand von 0,7865 Franken am Mittag und Morgen. Die europäische Gemeinschaftswährung hat gegenüber dem Greenback in dieser Zeit ebenfalls etwas zugelegt, wie das Kursniveau von 1,1719 zeigt. Am Mittag und Vormittag notierte der Euro noch unter der 1,17-Marke. Das Euro/Franken-Paar trat derweil bei Kursen von 0,9202 mehr oder weniger auf der Stelle.
Die Verunsicherung von Anlegern über mögliche wirtschaftliche Folgen der Sperrung der Strasse von Hormus trübt aktuell die Stimmung an den Finanzmärkten. Der US-Dollar diente den Anlegern zuletzt als «sicherer Hafen». Es besteht aber weiterhin Hoffnung, dass es nochmals Gespräche über eine Lösung des Iran-Krieges gibt. Im Ringen um eine Beendigung sollen der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, am Samstag zu Verhandlungen mit Vertretern Teherans nach Pakistan reisen.
Konjunkturdaten bewegten am Freitag eher wenig. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April wegen des Iran-Kriegs weiter deutlich verschlechtert und den tiefsten Stand seit der Corona-Krise erreicht, wie das Münchner Forschungsinstitut Ifo mitteilte. In den USA ist das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima im April auf ein Rekordtief gefallen.
«Der Iran-Krieg macht die deutsche Konjunktur langsam aber sicher kaputt», schrieb Ulrich Kater, Chefökonom der Dekabank. Je länger er anhalte, umso mehr machten sich Preisüberwälzungen in andere Sektoren als Heizöl und Benzin bemerkbar. Die Konsumenten sind Kater zufolge stark verunsichert. Bei den Unternehmen gebe es teilweise bereits wieder Vorzieheffekte beim Einkauf von Vorprodukten, um gegen weitere Preissteigerungen gewappnet zu sein.
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(AWP)
