Das USD/CHF-Paar sank derweil wieder unter die Marke von 0,90. Zur Berichtszeit waren es 0,8984 nach 0,9052 noch am frühen Morgen. Beim EUR/CHF-Paar hielten sich die Veränderungen entsprechend in Grenzen: zuletzt wurden 0,9640 bezahlt nach 0,9626 am Morgen.

Der Arbeitsmarkt in den USA hat sich im Oktober überraschend deutlich abgeschwächt. So ging der Beschäftigungsaufbau stark zurück, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg etwas an und die Lohnentwicklung schwächte sich ab. Eine schwächere Lohnentwicklung kommt der US-Notenbank Fed im Kampf gegen die hohe Inflation entgegen. Schliesslich stützen steigende Löhne auch die Preisentwicklung.

Ökonomen erwarten überwiegend keine weitere Leitzinserhöhung durch die Fed. Bereits auf den jüngsten beiden Sitzungen hatte die Notenbank die Zinsen nicht mehr angetastet. «Sollte es nicht zu einer bösen Überraschung bei den bis zur Dezember-Sitzung noch anstehenden Inflationsdaten kommen, wird die Fed auch auf der letzten Sitzung im Jahr 2023 die Zinsen nicht erhöhen», schreiben die Commerzbank-Experten. «Unserer Ansicht nach ist der Zinsgipfel bereits erreicht.» Steigende Leitzinsen stützen tendenziell eine Währung.

Das Bild einer sich abschwächenden US-Wirtschaft bestätigten am Nachmittag Daten aus dem Dienstleistungssektor. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) für den wichtigen Sektor fiel im Oktober stärker als erwartet. Der Indikator signalisiert aber immer noch ein wirtschaftliches Wachstum.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1993 Dollar gehandelt. Das waren sieben Dollar mehr als am Vortag.

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(AWP)