Aus den Reihen des Fed gab es zuletzt klare Hinweise auf eine Zinssenkung. Nur das Ausmass und die Abfolge künftiger Zinsschritte haben die Währungshüter offen gelassen und die Entscheidung von der weiteren Entwicklung von Konjunkturdaten abhängig gemacht.
Die entscheidende Frage für diese Woche laute also: 25 oder 50 Basispunkte Zinssenkung, fasst ein Händler zusammen. Während Ökonomen und Notenbank-Beobachter eher zu einem kleinen Zinsschritt tendieren, preisten Investoren derzeit eher einen Schritt um 50 Basispunkte ein. «Eine Gruppe muss und wird das Fed also enttäuschen und diese muss sich nach der Entscheidung neu positionieren», so der Börsenexperte weiter.
Aber selbst hier sei die Richtung nicht klar, weil die Interpretation des Schrittes sowohl positiv als auch negativ erfolgen könne. «So wie ein grosser Schritt Euphorie und Panik auslösen kann, steht ein kleiner Schritt zwar für ein behutsames, aber eventuell auch zu zögerliches Vorgehen der Geldpolitik.» In Summe könne man sage: «Trotz aller Vorbereitung des Marktes auf die bevorstehende Zinswende in den USA herrschte im Vorfeld selten so grosse Unsicherheit.»
Neben dem Fed werden noch die Bank of England und die Bank of Japan in dieser Woche über ihren weiteren Kurs entscheiden. Allerdings geht der Markt in beiden Fällen davon aus, dass die Währungshüter nicht aktiv werden.
Die Unsicherheit wirkt sich denn auch vor allem auf den US-Dollar belastend aus. So schwächt sich der Greenback zum Franken auf 0,8442 Franken nach 0,8461 am Morgen ab. Noch stärker zeigt es sich beim Euro/Dollar-Paar, das merklich anzieht und aktuell bei 1,1129 notiert. Am frühen Morgen hatte es noch bei 1,1097 Dollar gelegen. Das Euro/Franken-Paar tritt derweil bei Kursen von 0,9393 mehr oder weniger auf der Stelle.
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(AWP)