Der Euro ermässigte sich weiter auf 1,1426 Dollar, nach er wenige Stunden zuvor noch 1,1455 Dollar wert gewesen war. Zum Franken zeigte sich die Gemeinschaftswährung am Abend unverändert. Ein Euro kostete 0,9038 Franken und damit genauso viel wie am späten Nachmittag.
Da seit Beginn des Iran-Krieges die Gas- und Ölproduktion sowie der Transport der beiden Rohstoffe im Nahen Osten stark beeinträchtigt sind, ziehen die Preise dafür stark an. Da Gas und Öl in der US-Währung gehandelt werden, steigt die Dollar-Nachfrage.
Zudem ist der Dollar als Krisenwährung gefragt. Die Vereinigten Staaten sind ausserdem Nettoexporteur von Rohöl, sodass die weltweit grösste Volkswirtschaft nicht so stark wie andere Staaten wie beispielsweise Japan oder Deutschland von Engpässen am Ölmarkt betroffen sind.
Derweil bleibt die Unsicherheit wegen des Iran-Kriegs hoch. Denn die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Strasse von Hormus im Persischen Golf fest. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zeigte sich dennoch zuversichtlich. Die Attacken seien noch mal auf das höchste Niveau gesteigert worden. Inzwischen sei auch die militärische Infrastruktur der Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend zerstört, gab er sich überzeugt.
Wichtig dürfte die Reaktion der Notenbanken auf den Iran-Krieg sein. Sowohl die Europäischen Zentralbank als auch die US-Notenbank und die Schweizerische Nationalbank (SNB) werden in der kommenden Woche ihre Leitzinsentscheidung treffen. Eine Änderung der Zinsen wird nicht erwartet.
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(AWP)

