Der Euro hat zum US-Dollar am Vormittag leicht an Terrain eingebüsst und wird derzeit zu 1,1532 nach 1,1550 am frühen Morgen gehandelt. Auch der Schweizer Franken gab gegenüber dem Dollar leicht nach, und der USD/CHF-Kurs stieg wieder ganz leicht über die Marke von 0,80. Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9227 mehr oder weniger auf der Stelle.
Beim anstehenden EZB-Entscheid gilt es als ausgemachte Sache, dass der Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben wird. Gespannt warten die Märkte aber auf Signale von EZB-Chefin Christine Lagarde für das weitere Vorgehen der Euro-Währungshüter. «Ein zentraler Punkt ist die Frage, ob die Anhebung präventiver Natur ist oder den Auftakt eines neuen Straffungszyklus markiert», meint ein Ökonom.
Und von der Commerzbank heisst es: «Die entscheidende Frage ist: Kann die EZB mit ihrem Statement und der folgenden Pressekonferenz eine falkenhafte Überraschung liefern und dem Euro damit einen Schub verleihen?» Der zuständige Analyst erwartet dies wegen der hohen Erwartungshaltung und tieferer Inflationserwartungen eher nicht, womit die Risiken für den Euro eher nach unten gerichtet seien.
Manche Experten sehen die erwartete Leitzinsanhebung angesichts der schwächelnden Wirtschaftsentwicklung ohnehin kritisch. So war die Wirtschaft in der Eurozone im ersten Quartal um 0,2 Prozent zum Vorquartal geschrumpft. Frühindikatoren signalisieren eine anhaltende Wirtschaftsschwäche. Schliesslich treiben die hohen Öl- und Gaspreise nicht nur die Inflation an, sondern belasten auch das Wirtschaftswachstum.
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(AWP)
