Aktuell wird das Euro/Dollar-Paar zu 1,1664 gehandelt nach 1,1690 am Donnerstagabend. Auch zum Franken hat der Dollar zugelegt und kostet derzeit 0,8025 nach 0,8012 Franken. Derweil tritt das Euro/Franken-Paar bei Kursen von 0,9360 mehr oder weniger auf der Stelle.
Es gebe zwar weiterhin Unsicherheiten bezüglich der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed oder der Regierungskrise in Frankreich, heisst es in einem Kommentar der Helaba. Dennoch habe die Risikoaversion an den Finanzmärkten etwas nachgelassen.
Nun richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer auf die anstehenden Preiszahlen in Ländern der Eurozone und in den USA. Dabei sei weder bezüglich des Fed noch der Europäischen Zentralbank mit forcierten Zinssenkungserwartungen zu rechnen, so die Helaba.
Vor allem der PCE-Kerndeflator, das vom Fed bevorzugte Inflationsmass, könnte erneut zulegen und die 3-Prozent-Marke erreichen. Die Zinssenkungserwartungen würden damit auf die Probe gestellt. Derzeit wird laut dem FedWatch-Tool der CME Group am Markt mit einer Wahrscheinlichkeit von 87,2 Prozent eine Zinssenkung des Fed um 25 BP bei der nächsten geldpolitischen Sitzung im September erwartet.
In der vergangenen Nacht hat Fed-Ratsmitglied Christopher Waller, der als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell gilt und sich seit längerem für eine lockerere Geldpolitik ausspricht, seine Einschätzung wiederholt, dass das Fed auf seiner nächsten Sitzung den Leitzins senken sollte. Die Notwendigkeit für einen grossen Zinsschritt sieht er aber aktuell nicht.
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(AWP)