Auch zur Schweizer Währung verlor der Euro an Wert und wurde noch mit 0,9811 Franken gehandelt nach 0,9832 Franken wenige Stunden zuvor. Der Dollar blieb mit 0,9043 Franken praktisch unverändert.

Auslöser für die jüngste Schwäche war der unerwartet starke Rückgang der Inflation im März in der Schweiz. Dies schürte aufs neue Zinssenkungsspekulationen, nachdem sich diese nach der Zinssenkung im März wieder verflüchtigt hatten.

Nach Ansicht der Devisenexperten der Commerzbank könnte sich die Frankenschwäche noch ein wenig fortsetzen - allerdings nicht allzu weit. Gehörte der Franken 2023 noch zu den stärksten der G10-Währungen, ist er zusammen mit dem japanischen Yen 2024 bisher unter den schwächsten zu finden. Für exzessiven Franken-Pessimismus und noch höhere EUR-CHF-Prognosen sehen die Experten allerdings derzeit keinen Anlass. «Die SNB mag früh mit Zinssenkungen begonnen haben, doch gilt natürlich, dass ihr Zinssenkungspotenzial recht gering ist.»

Die am Donnerstagvormittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus der Eurozone stützten den Euro. So signalisierte der Einkaufsmanagerindex für die Region erstmals seit einem Jahr wieder Wachstum. Der Indikator erreichte den höchsten Stand seit Mai 2023. Auch der Indikator für den Dienstleistungssektor verbesserte sich stärker als erwartet.

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(AWP)