Aktuell wird das Währungspaar Euro/Dollar zu 1,1894 gehandelt. Noch am Morgen mussten 1,1918 und am Vorabend gar 1,1951 Dollar je Euro auf den Tisch gelegt werden. Das Euro/Franken-Paar notiert mit 0,9147 Franken etwas tiefer als am Morgen mit 0,9161.
Derweil kostet der Dollar 0,7690 Franken. Das ist etwa gleich viel wie am Morgen (0,7986), aber mehr als am Donnerstagabend (0,7665).
Einem Marktbeobachter zufolge sind die Kursrückgänge des Euro am Freitag eine Folge davon, dass der von Trump als neuer Fed-Chef vorgeschlagene Kevin Warsh von Anlegern nicht so stark als Verfechter tiefgreifender Zinssenkungen empfunden wird. Dies habe an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen werde. Denn Warsh gilt eigentlich als Vertreter einer eher restriktiven Geldpolitik, soll sich allerdings zuletzt Medienberichten zufolge offen für niedrigere Zinsen gezeigt haben.
Ein anderer Händler verweist auch auf eine technische Gegenbewegung nach der jüngsten Dollar-Schwäche. Ein anderer Grund sei der Kursrückgang beim Gold. Steigende Goldnotierungen bedeuteten in der Regel einen sinkenden Dollar, heisst es am Markt.
Aber auch geopolitische Themen bleiben mit der Angst vor einem möglichen Militärschlag der USA gegen den Iran ein kursbewegender Faktor. Die Risikoaversion könne daher jederzeit weiter zunehmen. US-Aussenminister Marco Rubio hatte den Iran am Vortag vor möglichen Angriffen auf amerikanische Stützpunkte gewarnt. Dabei schloss er einen militärischen Präventivschlag nicht aus.
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(AWP)

