Die Erholung des Euro ging einher mit steigenden Kursen an den europäischen Aktienbörsen. Die Gemeinschaftswährung erholte sich bis zum späten Abend auf 1,1847 Dollar, nachdem sie im europäischen Währungsgeschäft mit 1,1805 Dollar auf den tiefsten Stand seit einer Woche gefallen war. Der Euro notiert zum Franken bei 0,9126 Franken nach 0,9106 im Tief am Morgen. Indes notiert dr Dollar zum Franken mit 0,7703 Franken wieder über der Marke von 77 Rappen.

Zuvor hatten schwache Konjunkturdaten aus Deutschland den Euro zum Dollar etwas belastet. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland haben sich im Februar überraschend eingetrübt. Ökonomen hatten hingegen eine erneute Verbesserung erwartet. Schliesslich hatten sich zuletzt einige andere Konjunkturdaten wie die Auftragseingänge verbessert.  

Einige Ökonomen sehen auch Hoffnungszeichen. «Die ZEW-Konjunkturerwartungen stabilisieren sich seit Beginn des Jahres auf einem Niveau, das man zuletzt Anfang 2022 sah, also vor dem russischen Angriff auf die Ukraine», kommentierte Robin Winkler, Deutschland-Chefvolkswirt bei der Deutschen Bank. «Neben anderen positiven Signalen gibt uns die ZEW-Umfrage frische Zuversicht, dass die deutsche Konjunktur weiter Fahrt aufnimmt.»  

Das britische Pfund geriet am Dienstag nach Daten zum Arbeitsmarkt und zum Lohnwachstum unter Druck. Letzteres schwächte sich überraschend deutlich ab. Zudem stieg die Arbeitslosenquote überraschend etwas. Damit steigt aus Sicht von Finanzmarktakteuren die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of England den Leitzins in diesem Jahr zweimal senkt, um die Wirtschaft anzukurbeln.

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(AWP)