Zum Franken notiert der Dollar derweil weiterhin unter der Marke von 0,86 Franken, die am späten Freitagnachmittag erstmals seit vergangenen Februar unterschritten wurde. Derzeit kostet ein Dollar noch 0,8595 Franken nach Kursen am Vormittag von über 0,87. Auch der Euro gab zuletzt zum Franken nach und notiert aktuell bei 0,9378 Franken nachdem er am Morgen noch zu über 0,94 gehandelt wurde.

Nach einem enttäuschend ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht geriet der Dollar zu allen wichtigen Währungen unter Druck. Im Juli hat die grösste Volkswirtschaft der Welt überraschend wenig neue Stellen geschaffen und die Arbeitslosenquote erreichte den höchsten Stand seit Oktober 2021. Zudem sind die Stundenlöhne weniger gestiegen als erwartet.

Eine Zinssenkung durch die US-Notenbank im September wird damit immer wahrscheinlicher. Einige Beobachter spekulieren bereits über einen grossen Zinsschritt um 0,50 Prozentpunkte auf der nächsten Sitzung im September.

Zuletzt ist eine Reihe von US-Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten hinter den Erwartungen zurückgeblieben. «Der US-Arbeitsmarkt gibt Anlass zur Besorgnis», kommentierten Volkswirte der Commerzbank. Die hohen Zinsen würden die Wirtschaft belasten. «Wir halten es jedoch weiterhin für wahrscheinlicher, dass eine Rezession vermieden werden kann.»

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(AWP)