Gegenüber dem Franken stieg der Euro auf 0,9241 nach 0,9205 am Nachmittag und 0,9159 am Morgen. Am Abend wurde der Euro bei 1,1546 Dollar gehandelt, nach 1,1503 am späten Nachmittag und rund 1,146 am Morgen. Damit erholte sich der Eurokurs etwas von den Verlusten der vergangenen Tage.
Hintergrund der Euro-Stärke sind einerseits steigende Inflationserwartungen infolge hoher Ölpreise sowie die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Andererseits hellte sich die Marktstimmung generell aufgrund von Hoffnungen auf eine baldige Entspannung im Iran-Krieg auf, was den als sicheren Hafen gesuchten Franken schwächte und den Euro stärkte.
Laut dem «Wall Street Journal» soll sich US-Präsident Donald Trump gegenüber seinen Beratern bereit erklärt haben, den Krieg zu beenden. Dies solle geschehen, selbst wenn die strategisch wichtige Strasse von Hormus weiterhin weitgehend gesperrt bleibe. Irans Präsident Massud Peseschkian sagte in einem Telefonat mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, der Iran habe «den nötigen Willen, diesen Krieg zu beenden», erwarte jedoch, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt würden.
Der Dollar zeigte sich zum Franken hingegen stabil. Das Paar USD/CHF verharrte in einer engen Spanne um 0,80 und lag zuletzt bei 0,8004. Im Tagesvergleich bewegte sich der Greenback damit nur minim fester.
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(AWP)
