Zum Schweizer Franken zeigt sich der Euro mit 0,9379 weiterhin fester als noch am Vorabend, nachdem er im Tagesverlauf zwischenzeitlich allerdings gar die Marke von 94 Rappen überschritten hatte. Der Dollar bleibt derweil über der Marke von 87 Rappen und notiert derzeit bei 0,8719 Franken.
Unterstützung erhielt der Euro von Äusserungen aus den Reihen der EZB. Die deutsche Direktorin Isabel Schnabel warnte in einem Gespräch mit der «Financial Times» vor einem Wiederaufflammen der zuletzt rückläufigen Inflation. Mit Blick auf mögliche Zinssenkungen müsse man daher «geduldig und vorsichtig» agieren. An den Märkten werden für dieses Jahr deutliche Lockerungen durch die europäischen Währungshüter erwartet. Bankökonomen bewerten die Markterwartungen allerdings meist als übertrieben.
Produktionsdaten aus der deutschen Industrie enttäuschten abermals, belasteten den Euro aber nicht. Im Dezember ging die Herstellung um 1,6 Prozent zurück. Das war nicht nur stärker als von Analysten erwartet, sondern auch der vierte Rückgang in Folge. «Die Talfahrt hält an», kommentierte Analyst Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. Seit Mai sei die Produktion geschrumpft oder auf der Stelle getreten. «Dies zeigt, in welch schwieriger Situation die Industrie hierzulande ist.» Ihre Schwäche gilt als wichtiger Grund für die lahmende Konjunktur.
Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2040 Dollar gehandelt. Das waren rund vier Dollar mehr als am Vortag.
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(AWP)