Derweil hat der Franken sowohl zum Euro als auch zum Dollar an Wert verloren. Der Euro wird derzeit zu 0,9198 Franken nach 0,9159 bzw. 0,9163 gehandelt. Das Dollar/Franken-Paar kostet mit 0,7751 nach 0,7730 bzw. 0,7721 Franken ebenfalls etwas mehr.
Am Freitag hatte die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell dem Dollar Auftrieb gegeben und den Euro im Gegenzug belastet. Die Personalentscheidung von US-Präsident Donald Trump schürte an den Märkten Zweifel, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik in den USA kommen wird. Warsh galt lange als geldpolitischer Falke, hat sich also tendenziell für höhere Zinsen eingesetzt. Zuletzt sprach er sich aber für Leitzinssenkungen aus.
Nach Einschätzung von Experten der Dekabank gilt Warsh als wachsam gegenüber Inflationsrisiken, sei zuletzt aber auch für weitere Leitzinssenkungen eingetreten. «Dabei scheint er jedoch weniger Trump-hörig als andere mögliche Kandidaten zu sein», schreiben die Analysten. Trump hatte zuletzt immer wieder Zinssenkungen gefordert und den bis Mai amtierenden Notenbankpräsidenten Powell heftig beschimpft.
Der zuletzt stärkere Dollar hat an den Finanzmärkten auch die kräftige Kurskorrektur bei Metallen verstärkt. Vor allem die Notierungen für die Edelmetalle Gold und Silber sind zu Beginn der Handelswoche erneut stark unter Druck geraten.
Im weiteren Handelsverlauf dürften auch Konjunkturdaten wieder in den Fokus der Anleger am Devisenmarkt rücken. Auf dem Programm stehen noch die Stimmungsdaten aus den Unternehmen der USA, die am Markt stark beachtet werden. Zudem werden am Donnerstag die Zinsentscheidungen der EZB und der BoE und am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht erwartet.
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(AWP)

