Gegenüber dem Franken bewegt sich der Euro derzeit kaum. Am Abend wird er zu 0,9555 gehandelt, nach 0,9559 am späten Nachmittag und 0,9554 am Vorabend. Der US-Dollar steht bei 0,8839, unwesentlich tiefer als die 0,8846 am späten Nachmittag.
Zeitweise hatten Aussagen von EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann den Euro noch etwas stärker gestützt. Der Chef der österreichischen Notenbank sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, er könne sich für die nächste Ratssitzung Mitte September eine weitere Zinsanhebung durch die EZB vorstellen. Sollten grössere Überraschungen ausbleiben, sehe er die Möglichkeit einer zusätzlichen Zinserhöhung. Holzmann gilt als Befürworter einer straffen Geldpolitik.
Seit Sommer 2022 hat die EZB im Kampf gegen die hohe Inflation ihre Zinsen kräftig angehoben. Notenbankchefin Christine Lagarde hatte die künftige Linie bis zuletzt offen gelassen. Da sich die Konjunktur im Euroraum und vor allem in Deutschland zunehmend eintrübt, können sich nicht wenige Beobachter auch ein baldiges Ende der Zinsanhebungen vorstellen. Geld- und Kreditdaten der EZB bestätigten die fragile Wirtschaftslage.
gl/he
(AWP)