Auch zum Franken gab der «Greenback» nach und kostete am Mittwochnachmittag 0,9058 Franken nach 0,9084 am Mittag. Der Euro stieg derweil über die Marke von 0,98 Franken und wurde für 0,9805 Franken nach 0,9788 Franken am Mittag gehandelt.
Der Dollar geriet unter Druck, nachdem bekannt geworden war, dass sich die Stimmung im US-Dienstleistungssektor im März eingetrübt hatte. Volkswirte hatten beim Einkaufsmanagerindex ISM hingegen einen Anstieg erwartet. Bemerkenswert war der Rückgang des Unterindikators für die Preise. Er fiel auf den niedrigsten Stand seit März 2020 - also zu Beginn der Pandemie.
Die ISM-Daten sprechen also eher dafür, dass die US-Notenbank im Sommer ihre Zinsen senken könnte. Der im März besser als erwartet ausgefallene Beschäftigungsbericht des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP bewegte den Devisenmarkt hingegen kaum. Am Freitag steht der monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung auf dem Kalender.
Die Inflation in der Eurozone schwächte sich im März erneut ab. Die Jahresrate fiel auf 2,4 Prozent und näherte sich damit weiter dem Inflationsziel der EZB von zwei Prozent. Der Rückgang der Inflation spricht laut Analysten von Capital Economics für eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der EZB im Juni. Auf der nächsten Sitzung in der kommenden Woche dürfte sie die Zinssätze aber noch nicht antasten.
Die Kursausschläge am Devisenmarkt hielten sich nach den Daten jedoch in Grenzen. Schliesslich hatten die vier grossen Volkswirtschaften der Eurozone schon vorher ihre Inflationsdaten auf Länderebene veröffentlicht.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85713 (0,85510) britische Pfund und 163,66 (163,01) japanische Yen fest.
Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2278 Dollar gehandelt. Das waren 3 Dollar weniger als am Vortag.
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(AWP)