Gegenüber dem Franken hat der Euro hingegen auf 0,9780 von 0,9761 am Morgen etwas angezogen. Auch der US-Dollar ist mit einem Anstieg auf 0,8988 von 0,8976 einen Tick teurer geworden.
Der mittelfristige Trend beim Paar EUR/CHF dürfte laut einem Kommentar von Raiffeisen Schweiz trotz der zuletzt "hawkishen" Rhetorik von EZB-Präsidentin Christine Lagarde südwärts zeigen. Denn die zunehmenden Konjunkturrisiken sowie die in der Schweiz vergleichsweise attraktiven Realzinsen sprächen für den Franken. Für den US-Dollar erwartet die Bank wegen des nächsten Zinsschrittes der amerikanischen Notenbank gegenüber dem Franken kurzzeitig etwas Aufwind, auf Jahressicht aber eine Seitwärtsbewegung.
Der Euro bewegte sich im Tagesgeschäft in einer engen Bandbreite. Dabei gab es weitere Anzeichen für einen nachlassenden Preisdruck. In der Eurozone sind die Erzeugerpreise erstmals seit Ende 2020 im Jahresvergleich gefallen. Der Rückgang war zudem etwas stärker als von Volkswirten erwartet. Im vergangenen Sommer waren die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten, noch um mehr als 40 Prozent gestiegen.
Schwächer als erwartet ausgefallene Daten zu den Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor aus Italien und Spanien im Juni belasteten den Euro kaum. Die zweite Schätzung für den gesamten Währungsraum fiel dabei noch etwas schwächer als zunächst ermittelt aus.
In den USA steht einmal mehr die Geldpolitik im Mittelpunkt. Am Abend veröffentlicht die Zentralbank Federal Reserve die Mitschrift zur jüngsten Zinssitzung. Mitte Juni hatte die Fed nach vielen und deutlichen Zinsschritten eine Straffungspause eingelegt, zugleich aber eine Fortsetzung ihres Inflationskampfs in Aussicht gestellt. Analysten und Anleger erhoffen sich jetzt konkrete Hinweise auf den geldpolitischen Kurs.
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