Gegenüber dem Franken hat sich der Euro nur wenig bewegt und wird derzeit zu 0,9630 nach 0,9633 Franken am Morgen gehandelt. Das USD/CHF-Paar notiert derweil mit aktuell 0,9007 nach 0,8995 im Fühhandel ebenfalls kaum verändert weiterhin nahe der Marke von 90 Rappen.

Wie schon zur Wochenmitte liessen auch am Donnerstag Aussagen von Notenbankern darauf schliessen, dass die EZB im Kampf gegen die Inflation ihre Leitzinsen wohl erst einmal nicht weiter anheben wird. So vertrat Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Gallhau die Auffassung, dass die Zinsen auf ihrem Höhepunkt angekommen sein dürften. Diese dürften nur im Falle eines weiteren «Schocks» weiter steigen, sagte er im französischen Radio. Die Inflationsentwicklung zeige inzwischen klar nach unten.

Gleichwohl ist in der Eurozone so bald wohl nicht mit sinkenden Leitzinsen zu rechnen. «Jede Diskussion über Zinssenkungen ist eindeutig verfrüht», sagte Luis de Guindos, Vizepräsident der EZB, der slowenischen Zeitung «Finance». «Wir werden sehen, wie sich die Dinge von Monat zu Monat entwickeln, aber unser Ansatz besteht jetzt darin, die Zinssätze lange genug auf diesem Niveau zu halten, um unser Ziel zu erreichen.»

Für Kursbewegung könnten die wöchentlichen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt sorgen, die am Nachmittag anstehen. Zudem wollen sich im Laufe des Tages weitere Redner aus den Zentralbanken zu Wort melden, darunter am Abend der Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell.

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(AWP)