Der Franken neigt auch weiterhin zur Stärke. Das Euro/Franken-Paar bewegt sich mit Kursen von aktuell 0,9681 auf einem Niveau, das es zuletzt im Oktober 2022 gesehen hat. Der US-Dollar kostet aktuell 0,8784 Franken. Diese Kurse hat das Dollar-Franken-Paar letztmals im Januar 2021 gesehen.
Am Markt verweisen Experten darauf, dass der Dollar immer billiger werde. Ein wichtiger Grund dafür ist die Unsicherheit über den zukünftigen Kurs der US-Geldpolitik. Zwar wird derzeit davon ausgegangen, dass das Fed nach der Zinspause vom Juni auf der nächsten Sitzung Ende Juli die Leitzinsen wieder erhöht. Wie es danach weitergeht, bleibt jedoch ungewiss.
"Die Schwäche kommt in erster Linie aus dem Dollar heraus", sagt Antje Praefcke, Devisenanalystin bei der Commerzbank, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Denn die bisherigen Zinserhöhungen zeigten langsam erste Bremsspuren bei der US-Wirtschaft.
Laut Praefcke mehren sich also die Zweifel, ob die amerikanischen Notenbanker die Zinsen im Herbst wirklich weiter erhöhen werden. Vertreter der US-Notenbank hatten zuletzt denn auch erklärt, die US-Zinsen könnten sich ihrem Höhepunkt nähern.
Umso grösser ist einmal mehr die Bedeutung neuer Inflationsdaten einzuschätzen: Am Nachmittag veröffentlicht die US-Regierung Zahlen für Juni. Fachleute rechnen mit einem abermaligen und deutlichen Rückgang der Teuerung. Auch die von der Fed besonders beachtete Inflation abzüglich Energie und Lebensmittel dürfte sich abschwächen.
Angesichts der tendenziell rückläufigen Inflation erhält die Frage, wie weit die Federal Reserve ihre Geldpolitik noch straffen wird, eine grössere Dringlichkeit, heisst es am Markt.
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