Der US-Dollar kostet auch im Vergleich zum Franken so wenig wie schon Jahre nicht mehr, genauer seit der Aufhebung des Mindestkurses durch die SNB Anfang 2015. Aktuell wird der Dollar zu 0,8668 gehandelt, vor rund 24 Stunden waren es noch 0,8800 Fr. Der Euro kostet derzeit 0,9657 und damit etwas mehr als am späten Nachmittag mit 0,9649.

Ein unerwartet starker Rückgang der Inflation in den USA hat den Spekulationen auf weiter steigenden Zinsen in den USA einen Dämpfer versetzt. Während der Dollar mit der Aussicht auf weniger stark steigende Zinsen unter Druck geriet, konnten andere wichtigen Währungen von der Entwicklung profitieren. Im Juni war die US-Inflationsrate auf 3,0 Prozent gefallen, nach 4,0 Prozent im Monat zuvor. Auch die Kernteuerung, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel ausgeklammert werden, gab unerwartet deutlich nach.

Inflationsdaten stehen derzeit besonders im Fokus der Finanzmärkte, weil sie für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed von grosser Bedeutung sind. Zwar scheint aus Sicht von Ulrich Wortberg, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen, eine Erhöhung des Leitzinsbandes in den USA um 0,25 Prozentpunkte Ende Juli so gut wie sicher zu sein. Die Erwartungen auf eine weitere Erhöhung danach könnten aber einen Dämpfer erhalten.

Der im späten Handel veröffentlichte Konjunkturbericht der Fed lieferte derweil kaum Impulse. Die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten hat nach Einschätzung der US-Notenbank etwas an Fahrt aufgenommen.

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