Der Schweizer Franken hat nach einem zuletzt sehr starken Lauf am Montag etwas nachgegeben. Das Euro/Franken-Paar bewegt sich am Nachmittag mit Kursen von 0,9665 wieder deutlicher über der Marke von 0,96 Franken. Der Dollar hat derweil mit 0,8605 die Schwelle von 86 Rappen wieder überschritten.
In der vergangenen Woche hatte die US-Währung stark nachgegeben, zum Schweizer Franken etwa um rund drei Rappen. Ausschlaggebend waren rückläufige Zinserwartungen an die US-Notenbank Fed wegen fallender Inflationsraten in den Vereinigten Staaten. Derzeit ist an den Märkten nur noch eine Zinsanhebung des Fed in diesem Jahr vollständig eingepreist. Der Dollar steht daher unter Druck.
Frische Konjunkturdaten aus den USA bewegten die Devisenmärkte am Nachmittag nur kurz. Die Industriestimmung im Bundesstaat New York hat sich im Juli zwar verschlechtert, aber nicht so deutlich wie von Experten befürchtet. Weitere Impulse könnten am Dienstag die Einzelhandelsumsätze und Zahlen zur Industrieproduktion liefern.
Die türkische Lira erreichte zum Euro und zum US-Dollar jeweils ein weiteres Rekordtief. Am Sonntag hatte die Türkei die Steuern auf Benzin und Diesel nahezu verdreifacht. Der Schritt soll dazu dienen, den Finanzierungsbedarf nach dem Erdbeben vom Februar zu decken. Experten befürchten aber, dass die Entscheidung die Inflation, die derzeit bei 38,2 Prozent liegt, wieder in die Höhe treiben könnte.
Auch die schwache Lira, die Importe verteuert, und die geplante Erhöhung der Staatsausgaben zur Erfüllung von Wahlversprechen dürften Fachleuten zufolge die Teuerung in dem Land zusätzlich antreiben. Diese Aussichten lasten derzeit auf der Lira.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85873 (0,85590) britische Pfund und 155,38 (155,51) japanische Yen fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1953 Dollar gehandelt. Das waren rund 2 Dollar weniger als am Freitag.
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