Zudem dürfte der Franken gut unterstützt bleiben, da die SNB wohl mit ihrem Zinssenkungszyklus am Ende angelangt sei, erklärten Ökonomen. Mittelfristig dürfte sich die Aufwertungsbewegung eher deutlicher gegenüber dem Dollar als dem Euro zeigen, was für die SNB aber ein geringeres Problem darstelle.

Am Mittwochnachmittag rutschte der Dollar mit 0,7999 Franken knapp unter die Marke von 80 Rappen. Am Mittag hatte der «Greenback» noch 0,8011 Franken gekostet. Der Euro fiel auf 0,9319 Franken nach 0,9336 wenige Stunden zuvor. Gegenüber dem Dollar gab die Gemeinschaftswährung leicht nach auf 1,1651 Dollar.

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Die Produzentenpreise stiegen dabei stärker als erwartet. Auf der anderen Seite legten die Detailhandelsumsätze etwas kräftiger zu als prognostiziert. Auch die Verkäufe bestehender Häuser waren deutlich höher als vorhergesagt.

Aktuell seien die jüngsten Angriffe der US-Regierung von Trump auf die Unabhängigkeit des Fed sogar noch wichtiger für die Devisenmärkte und insbesondere den Dollar als die Konjunkturdaten, schreibt die Helaba. Es bestehe die Gefahr, dass Zinsentscheidungen nicht mehr auf der Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Bedingungen getroffen werden können.

In der kommenden Woche wird zudem der Supreme Court Argumente zur von Trump initiierten Entlassung von Fed-Mitglied Lisa Cook anhören. Hier könnte je nach Ausgang ein gewichtiger Präzedenzfall geschaffen werden.

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(AWP)