Die Aktienmärkte haben daraufhin ihren Höhenflug abrupt beendet und Anleger flüchten seit dem Wochenende verstärkt in den Franken. Aber auch Gold und Silber erklimmen aktuell Rekordstände.

Die Konfrontations-Politik von Trump setzt vor allem dem US-Dollar zu. Der Greenback gibt aktuell im Handel mit fast allen anderen wichtigen Währungen nach. Analysten der Dekabank sprechen von «Sell-America-Trades», die derzeit zu beobachten seien.

Aktuell kostet ein Dollar 0,7911 Franken. Kurzzeitig war das Dollar/Franken-Paar gar unter die Marke von 79 Rappen gefallen. Viel tiefer notierte der Greenback nur nach der Aufhebung des Euromindestkurses im Januar 2015.

Auch das Euro/Dollar-Paar hat weiter angezogen und kostet aktuell 1,1718 US-Dollar. Am frühen Morgen wurde es noch zu 1,1664 Dollar gehandelt. Derweil hat der Franken auch zum Euro etwas hinzugewonnen und geht zu 0,9270 um. In dem aktuellen Umfeld erweise sich der Franken als der «ultimative» sichere Hafen, schreibt die Commerzbank.

Neben Trumps Grönland-Politik lasten laut Händlern auch Trumps Angriffe auf die US-Notenbank Fed auf dem Greenback. Trump fordert regelmässig Zinssenkungen des Fed. Zudem soll der Präsident demnächst den Nachfolger des im Mai zurücktretenden Fed-Chef Jerome Powell bekanntgeben. Je nach dem, wen Trump auf den obersten Posten der wichtigsten Notenbank der Welt hievt, könnte dies zu negativen Reaktionen führen.

Unter dem Strich wirkungslos sind die bislang veröffentlichten Konjunkturdaten. So haben sich die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland im Januar zwar überraschend deutlich verbessert. Allerdings sei die jüngste Eskalation rund um Grönland nicht berücksichtigt.

awp-robot/hr/rw

(AWP)