Der Greenback zog vor allem zuletzt nach der Rede von US-Präsident Donald Trump an. In der Ansprache machte Trump keine genauen Angaben dazu, wie lang sich der Krieg noch hinziehen könnte oder wann die wichtige Strasse von Hormus wieder geöffnet werde. Trumps Rede liess nicht darauf schliessen, dass dies so schnell geschehen werde, wie es die Märkte erwartet hatten. Vielmehr erklärte er, die USA bräuchten diesen wichtigen Öl-Korridor nicht und er werde sich von selbst öffnen, sobald der Konflikt vorbei sei.
In einer ersten Reaktion darauf gingen die Ölpreise und der US-Dollar rauf und die Aktienkurse runter. Der US-Dollar war zuletzt während der Turbulenzen der bevorzugte sichere Hafen für Anleger.
Hierzulande stehen vor dem langen Wochenende noch Inflationsdaten auf der Agenda. Wie die Commerzbank in einem aktuellen Devisenkommentar hervorhebt, sind es die ersten Zahlen, die unter dem Einfluss des Iran-Kriegs stehen. Es sei daher auch wenig überraschend, dass Ökonomen einen Anstieg erwarteten. «Für die SNB dürfte aber auch kaum entscheidend sein, ob die Gesamtrate nun bei 0,5 oder doch bei 0,7 Prozent im Jahresvergleich liegt», heisst es in dem Kommentar. «Entscheidend dürfte vielmehr sein, dass die Gesamtrate sich dann erst vorsichtig der Mitte des Inflationsziels von 0-2 Prozent annähert, nachdem sie monatelang eher mit einem Unterschreiten des Ziels geflirtet hat, die Kernrate unverändert bleiben dürfte und die Situation in Nachbarländern eine andere ist.»
awp-robot/hr/cg
(AWP)
