Der Dollar legte gegenüber dem Franken auf 0,8128 Franken zu, nachdem er am späten Nachmittag noch 0,8108 Franken gekostet hatte. Auch der Euro verlor gegenüber dem «Greenback» an Wert und wurde noch zu 1,1404 Dollar gehandelt nach 1,1417 wenige Stunden zuvor.

Angesichts des wieder aufgeflammten Iran-Kriegs sieht die Internationale Energieagentur (IEA) die weltweite Ölversorgung zunehmend unter Druck. «Die Eskalation der Feindseligkeiten, von der die Strasse von Hormus und die Energieinfrastruktur in der Region betroffen sind, verstärkt die Sorgen um die Versorgungssicherheit und die Unsicherheit hinsichtlich der Marktaussichten», sagte IEA-Direktor Fatih Birol in einer am Dienstag auf der Internetseite des Interessenverbands von Industriestaaten veröffentlichten Stellungnahme.

Die USA wären von Knappheiten bei der Rohölversorgung weniger betroffen, da sie über eigene grosse Vorräte verfügen. Zudem stützen gestiegene Rohölpreise tendenziell den US-Dollar, da Rohöl in dieser Währung gehandelt wird. Überdies wird der Dollar in Phasen der Unsicherheit als sichere Alternative gesucht.

Der Euro verteuerte sich derweil zum Franken auf 0,9269. Am späten Nachmittag war der Euro noch 0,9257 Franken wert gewesen. Marktteilnehmer verwiesen auf den Iran-Krieg: Zwar dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen bei ihrer Sitzung in dieser Woche unverändert lassen, bevor sie dann im September eine Zinserhöhung vornehmen werde. Sollten aber erneute Spannungen am Golf die Energiepreise in die Höhe treiben und die Inflation länger über dem Ziel halten, könnten die Währungshüter gezwungen sein, weitere Zinserhöhungen in Betracht zu ziehen, erklärte ein Experte.

awp-robot/

(AWP)