Nach neuen US-Angriffen auf den Iran kündigte US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe an, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Zugleich drohte er, dass die Vereinigten Staaten fortan für die sichere Fahrt durch die Strasse von Hormus Einnahmen von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Das US-Militär hatte in der Nacht auf Montag den Iran erneut angegriffen, nachdem bereits am Wochenende Angriffe erfolgt waren.
«Obwohl Raketen und Drohnen die Strasse von Hormus und die umliegenden Länder erneut unsicher machen, spricht derzeit niemand von einem Scheitern der Friedensverhandlungen», heisst es in einem Kommentar von Valiant. «Während sich die US-Regierung mit Blick auf die Zwischenwahlen ein gesichtswahrendes Ende des Konflikts wünscht, sind Teile der iranischen Führung an einer Normalisierung der Versorgungslage interessiert.»
Gleichzeitig scheine es innerhalb des iranischen Machtapparats Kräfte zu geben, die keinerlei Kompromisse eingehen wollten und das erst kürzlich geschlossene Abkommen wieder infrage stellten, so die Devisenexperten der Bank weiter. Der lediglich moderate Anstieg der Ölpreise deute darauf hin, dass die Finanzmärkte weiterhin von einer baldigen Beruhigung der Lage ausgehen.
In den Kursen von Euro und Dollar würden sich derweil höhere Inflations- und Zinserwartungen widerspiegeln. Von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) seien hingegen weiterhin keine Zinserhöhungen zu erwarten. «Damit bleiben die Zinsdifferenzen zulasten des Frankens bestehen», heisst es. Solange sich an dieser Konstellation nichts ändert, dürfte die Schweizer Währung tendenziell unter Druck bleiben.
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(AWP)
