Gegenüber dem Franken schwächte sich der «Greenback» noch weiter ab und wird zurzeit bei 0,7661 Franken gehandelt nach 0,7672 am Morgen. Das Euro/Dollar-Paar hat sich am Vormittag kaum bewegt und wird aktuell zu 1,1911 gestellt.

Am Vorabend noch hatte das Paar bei 1,1920 den höchsten Stand seit Januar erklommen. Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9124 ebenfalls auf der Stelle. Im Handelsverlauf hatte das Paar allerdings bei 0,9118 einen weiteren Negativ-Rekord gesetzt.

Auslöser für den Druck auf den Dollar war eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Montag, wonach chinesische Beamte die Banken des Landes aufgefordert haben, den Kauf von US-Staatsanleihen zu begrenzen. Wie es von mit der Angelegenheit vertrauten Personen weiter hiess, sollen Finanzinstitute mit hohem Engagement in Staatspapiere der Vereinigten Staaten angewiesen worden sein, ihre Positionen abzubauen. Damit würde die Nachfrage nach den als sicher geltenden Treasuries sinken, worunter dann auch die US-Währung leidet.

Angesichts der anhaltenden Frankenstärke rückt die Schweizerische Nationalbank (SNB) verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer. Laut einem Kommentar der Valiant Bank gelten Devisenmarktinterventionen weiterhin als erste Handlungsoption. Aufgrund der Überwachung durch das US-Finanzministerium dürfte die SNB dieses Instrument jedoch nur sehr zurückhaltend einsetzen. Die Einführung von Negativzinsen wird von Experten nach wie vor als wenig wahrscheinlich eingeschätzt.

Unterdessen verweisen Marktbeobachter darauf, dass weitere schwache US-Konjunkturdaten den Abwärtsdruck auf den Dollar zusätzlich erhöhen könnten. Zwar dürfte die Inflation in den USA vorerst über dem Zielwert bleiben, doch auch eine Abschwächung am Arbeitsmarkt gilt als möglich und könnte den Greenback weiter belasten.

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(AWP)