Der EUR/USD-Kurs notiert am Donnerstagmittag mit 1,1463 praktisch unverändert zum Morgen. Das Duo USD/CHF steht mit 0,8073 nach 0,8061 etwas höher. Das gilt auch für das Paar EUR/CHF, das minimal auf 0,9253 von 0,9243 anzog.
Die am Dienstag veröffentlichte Juni-Inflationsrate ist stärker gesunken als erwartet und die am Mittwochnachmittag vorgelegten Erzeugerpreise hatten den Dollar dann weiter belastet. Denn: Der Anstieg der Erzeugerpreise schwächte sich im Juni ab. Verantwortlich waren die im Monatsvergleich gesunkenen Energiepreise.
Allerdings könnten diese angesichts der jüngsten Eskalation im US-iranischen Krieg auch wieder anziehen und damit Inflationssorgen und somit auch Zinserhöhungfantasien nähren. «Solange auch der Markt diese Gefahr sieht und daher auf US-Zinserhöhungen setzt, dürfte sich die Dollar-Schwäche in Grenzen halten», erklärte Commerzbank-Devisenexpertin Thu Lan Nguyen.
Für Nguyen gibt es zwei zwei Möglichkeiten, wie diese Dollar-Resilienz enden könnte. Erstens, wenn sich der Energiepreisschock weiterhin in Grenzen halte oder bei einer dauerhaften Einigung zwischen den USA und dem Iran. Die zweite Möglichkeit wäre eine Neubewertung der Reaktion der US-Notenbank auf die Inflation. «Das dürfte sogar der wichtigere Grund sein, weshalb der Markt seine US-Zinserhöhungserwartungen zuletzt so hoch geschraubt hat.» So sei der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh jüngst deutlich falkenhafter aufgetreten als erwartet. Als Falken gelten Notenbanker, die eher für eine straffe Geldpolitik stehen.
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(AWP)
