Aktuell wird das Dollar/Franken-Paar zu 0,8017 gehandelt. Das ist etwas tiefer als am Morgen mit 0,8026 oder am Vorabend mit 0,8030. Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich seit dem Vorabend gegenüber dem US-Dollar kaum bewegt, wie das Kursniveau von 1,1614 zeigt. Derweil hat der Euro zum Franken in dieser Zeit auf 0,9311 von 0,9326 Franken leicht nachgegeben.
Trotz der jüngsten geopolitischen Spannungen sei der Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken gering, obwohl die Nachfrage nach sicheren Häfen eigentlich zunehmen müsste, schreibt die Aargauische Kantonalbank in ihrem Markkommentar. «Offenbar reicht die Zinsdifferenz zu anderen Währungsräumen derzeit aus, um Umschichtungen in den Franken unattraktiv zu machen.» Zudem näherten sich die Zinssenkungszyklen in vielen Ländern ihrem Ende, was diesen Effekt verstärke. «Selbst in den USA werden nur noch zwei weitere Zinssenkungen erwartet, wodurch das Abwertungspotenzial des US-Dollars gegenüber dem Franken begrenzt bleibt», so die AKB.
Dass die endgültigen Daten zur Preisentwicklung in Deutschland und Italien, die später veröffentlicht werden, die Devisenkurse stärker beeinflussen, sei eher unwahrscheinlich, heisst es am Markt. Am Nachmittag könnten Daten zur Industrieproduktion in den USA mehr Impulse am Devisenmarkt bringen.
US-Daten im Blick
Mit Blick auf die US-Geldpolitik stehen amerikanische Konjunkturdaten derzeit im Fokus der Finanzmärkte. Nachdem die US-Notenbank den Leitzins zuletzt im Dezember um 0,25 Prozentpunkte gesenkt hatte, werden in diesem Jahr weiter sinkende Zinsen erwartet.
Allerdings waren US-Wirtschaftsdaten zuletzt eher robust ausgefallen. Die US-Notenbanker dürften sich daher mit der nächsten Zinssitzung noch etwas Zeit lassen. Nach Einschätzung der Helaba-Experten haben auch jüngste Äusserungen aus den Reihen der Fed den Eindruck erweckt, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik nicht unmittelbar bevorstehe.
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(AWP)
