Im Tagesverlauf zeigte sich entsprechend ein ruhiger Handel. Das Euro/Franken-Paar notierte zuletzt bei 0,9217 und damit praktisch unverändert. Auch der Dollar/Franken-Kurs verharrte mit 0,7988 nahe dem Niveau vom Nachmittag und bewegte sich in einer engen Spanne.

Beim Euro zum Dollar zeigte sich eine leichte Erholung: Mit 1,1539 lag die Gemeinschaftswährung etwas über dem Stand vom Nachmittag (1,1524), blieb aber klar unter den Niveaus vom Vortag über 1,16. Damit hat der Euro im Tagesvergleich spürbar nachgegeben.

Hintergrund ist eine Mischung aus Vorsicht und geopolitischer Unsicherheit. Einerseits sorgt der Iran-Konflikt weiter für Verunsicherung, wovon der Dollar als sicherer Hafen profitiert. Andererseits hielten sich viele Marktteilnehmer vor dem verlängerten Wochenende generell zurück, was die Kursausschläge begrenzte.

«Die Nachrichtenlage dürfte auch in den kommenden Tagen eher diffus bleiben», erwartet Commerzbank-Experte Michael Pfister. «Für die Devisenmärkte bedeutet das eine weiter erhöhte Volatilität: Zeichnet sich eine weitere Eskalation ab, dürfte der US-Dollar profitieren, während er bei Hoffnungen auf ein Kriegsende eher zu den Verlierern zählen dürfte.»

In einer Rede an die Nation hatte US-Präsident Donald Trump in der Nacht auf Donnerstag zwar ein schnelles Ende des Iran-Kriegs signalisiert, gleichzeitig aber auch eine Ausweitung der Militärschläge gegen den Iran in den kommenden zwei bis drei Wochen angekündigt. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Kriegs wurde so gedämpft.

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(AWP)