So schwächte sich der US-Dollar am Nachmittag auf 0,7761 Franken ab, nach zuvor notierten 0,7779. Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 0,9151 Franken gehandelt und damit ebenfalls etwas tiefer als gegen Mittag (0,9173). Das Euro-Dollar-Paar geht mit 1,1792 nur wenig verändert um.
In den USA haben unerwartet viele Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt, wie am Nachmittag bekannt wurde. Die Erstanträge lagen deutlich über den Schätzungen. Die Daten werden an den Finanzmärkten beachtet, weil sie ein Indikator für die allgemeine Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt sind. Gleichzeitig spielen sie eine wichtige Rolle bei geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank.
Die schwachen Arbeitsmarktdaten beschreiben eine K-förmige Konjunktur in den USA, erklären Marktstrategen. Eine solche beschreibt eine ungleiche wirtschaftliche Erholung nach einer Krise, bei der sich Branchen, Unternehmen oder Bevölkerungsgruppen entgegengesetzt entwickeln. In diesem Fall boomt einzig der US-Technologiesektor, der Arbeitsmarkt bleibt jedoch schwach.
Wie erwartet ist hingegen die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgefallen: Sie hält die Füsse still.
Deutlich unter Druck ist das britische Pfund geraten. Die Bank of England hatte zuvor ihren Leitzins nach einer engen Entscheidung stabil gehalten, stellte jedoch weitere Senkungen in Aussicht. Zuletzt hatte die Notenbank im Dezember die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte reduziert.
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(AWP)
