Seit der Nominierung von Kevin Warsh für die Nachfolge als Präsident der US-Notenbank Fed am Freitag hat der Dollar Auftrieb erhalten. Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump schürte an den Märkten Zweifel, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten kommen wird. Warsh galt lange als geldpolitischer Falke, hat sich also tendenziell für höhere Zinsen eingesetzt. Zuletzt hat er sich aber für Leitzinssenkungen ausgesprochen. Vor der Nominierung von Warsh war der Euro in der vergangenen Woche noch über 1,20 Dollar gestiegen und damit auf ein Hoch seit Mitte 2021.

Die fundamentalen Bedingungen am Devisenmarkt haben sich laut Michael Pfister, Devisenexperte bei der Commerzbank, jedoch nicht geändert. «Die Korrektur an den Märkten ging weder mit einer ausgeprägten Bewegung bei den marktbasierten Inflationserwartungen noch mit gross veränderten Zinserwartungen einher», heisst es in einem Kommentar. «Es scheint eher ein stimmungsbasierter Umschwung gewesen zu sein.» Noch seien sich die Marktteilnehmer unsicher, was sie aus der Nominierung von Warsh machen sollten.

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(AWP)