Gegenüber dem Franken wird der Dollar zu 0,8008 Franken gehandelt und damit nur noch wenig über der Marke von 80 Rappen. Im Frühhandel stand der Greenback noch bei 0,8025. Der Euro wird mit 0,9350 Franken minim tiefer bewertet als am Morgen (0,9360) .

Preisdaten aus der Eurozone lieferten zum Wochenschluss kaum Impulse. In Frankreich und in Spanien waren die Inflationsraten für August jeweils geringer als erwartet ausgefallen. Während sich die Teuerung in Frankreich überraschend abschwächte und mit 0,8 Prozent vergleichsweise niedrig ist, verharrte die Inflation in Spanien auf 2,7 Prozent. Analysten hatten in Spanien einen Anstieg der Teuerung erwartet.

Im weiteren Tagesverlauf bleibt der Fokus der Anleger auf Konjunkturdaten gerichtet und hier vor allem auf weitere Angaben zur Preisentwicklung. Am Nachmittag werden Daten aus Deutschland zur Entwicklung der Verbraucherpreise erwartet. Ausserdem steht mit dem PCE-Deflator eine Kennzahl zur Preisentwicklung in den USA auf dem Programm, an denen sich die US-Notenbank bei ihren Zinsentscheidungen orientiert.

Sollte der PCE-Kerndeflator - das vom Fed bevorzugte Inflationsmass - erneut zulegen und die 3-Prozent-Marke erreichen, dürfte dies die Zinssenkungserwartungen auf die Probe stellen, heisst es. Derzeit wird laut dem FedWatch-Tool der CME Group am Markt mit einer Wahrscheinlichkeit von 87,2 Prozent eine Zinssenkung des Fed um 25 BP bei der nächsten geldpolitischen Sitzung im September erwartet.

In der vergangenen Nacht hat Fed-Ratsmitglied Christopher Waller, der als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell gilt und sich seit längerem für eine lockerere Geldpolitik ausspricht, seine Einschätzung wiederholt, dass das Fed auf seiner nächsten Sitzung den Leitzins senken sollte. Die Notwendigkeit für einen grossen Zinsschritt sieht er aber aktuell nicht.

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(AWP)