Der noch keine Woche alte Iran-Krieg zieht immer weitere Kreise und bleibt damit das alles beherrschende Thema. Vor diesem Hintergrund dürfte der am Nachmittag anstehende monatliche US-Arbeitsmarktbericht auch nur am Rande interessieren, heisst es in einem Devisenkommentar der Commerzbank.
Wie die Experten weiterschreiben, habe der Markt in der vergangenen Woche eine Zinssenkung bis Ende des Jahres ausgepreist. «Letzte Woche wurde noch mit rund zweieinhalb Zinssenkungen in diesem Jahr gerechnet, Stand jetzt nur noch mit eineinhalb.» Das bedeute, es müsste am Arbeitsmarkt schon viel passieren um dies wieder umzukehren.
Dabei sei die anhaltend hohe US-Inflation ebenfalls ein Problem. Zwar ging der Anstieg beim Index für Konsumentenpreise zuletzt im Jahresvergleich zurück und ist nicht mehr weit vom Ziel der Zentralbank entfernt. Der PCE Price Index lag im Dezember allerdings noch immer noch bei knapp 3 Prozent. «Alles in allem also noch kein Gesamtbild, was unbedingt nach weiteren Zinssenkungen ruft.»
Insgesamt sei es schwer vorstellbar, dass der Markt aufgrund des Arbeitsmarktberichtes eine signifikante Neubewertung beim US-Dollar vornehmen werde - jedenfalls nicht, solange ein Ende des Konflikts nicht absehbar sei, schätzen die Commerzbank-Experten die Lage ein.
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(AWP)

