So hat der Euro merklich angezogen und kostet aktuell 1,1533 Dollar nach 1,1489 am Nachmittag. Auch zum Franken schwächte der «Greenback» und geht noch zu 0,8081 um, nachdem er zuvor die Marke von 81 übertroffen hat. Das Euro/Franken-Paar tritt derweil bei Kursen von 0,9320 mehr oder weniger auf der Stelle.
Nachdem am Vortag überraschend robuste Konjunkturdaten dem Euro noch stark zum Auftrieb verholfen hatten, bewegten die zum Wochenschluss veröffentlichten Inflationszahlen aus der Eurozone kaum. Die Teuerung ist im Juli nach dem Rückgang im Vormonat wieder gestiegen. Das Plus lag jedoch im Rahmen der Erwartungen. Mit 2,9 Prozent liegt die Inflationsrate deutlich über dem mittelfristigen Inflationsziel der EZB.
Experten äusserten sich nicht eindeutig zu den geldpolitischen Perspektiven, die sie davon ableiten. «Klare Indizien für ernstzunehmende Zweitrundeneffekte gibt es bislang nicht», schrieb einerseits der VP Bank-Chefökonom Thomas Gitzel, der für die EZB keinen akuten Handlungsbedarf sieht. Und Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer glaubt, dass erneute Kampfhandlungen im Iran-Krieg eine zweite Zinserhöhung durch die EZB wahrscheinlicher machen.
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(AWP)
