Das Dollar/Franken-Paar nimmt mit Kursen von zuletzt 0,7986 langsam die 80-Rappen-Marke ins Visier, während das Euro/Dollar-Paar mit 1,1502 unter die 1,15er Marke zu rutschen droht. Gleichzeitig ist das Euro/Franken-Paar mit 0,9185 kaum bewegt.
Am Freitag hatte ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht die US-Zinsspekulationen angeheizt und damit dem Greenback Auftrieb gegeben. Eine Erhöhung durch das Fed im Dezember sei nun vollständig eskomptiert, heisst es bei der Helaba in einem Morgenkommentar.
Im weiteren Wochenverlauf dürfte zunächst die EZB als erste unter den grossen Notenbanken ihren neuesten Zinsentscheid mitteilen. Sie sei dann die erste Zentralbank, die auf den Energiepreisschock durch den Ausbruch des Iran-Krieges reagieren und ihre Zinsen erhöhen werde, schreiben die Devisenexperten der Commerzbank. «Der Schritt ist lange vorbereitet und dürfte für kaum Überraschung sorgen.» Bis Ende der nächsten Woche stehen dann noch weitere wichtige Zentralbanken an, darunter auch die US-Notenbank und die SNB.
Während die EZB also schon diese Woche handeln dürfte, wird von der US-Fed nichts erwartet. Bei den US-Währungshütern haben Zinserhöhungserwartungen erst kürzlich, und insbesondere seit Freitag mit der Veröffentlichung eines starken Arbeitsmarktberichts, deutlich Auftrieb erhalten. Allerdings dürfte ein solcher Schritt erst zum Jahresende stattfinden, so die aktuelle Markterwartung.
awp-robot/hr/cg
(AWP)
