Der US-Dollar hat sich im Vorfeld einen Hauch abgeschwächt, wie man anhand des Franken/Dollar- sowie des Euro/Dollar-Paares sehen kann. So notiert das Dollar/Franken-Paar aktuell bei 0,8174 nach 0,8190 am Vorabend und das Euro/Dollar-Paar bei 1,1399 nach 1,1386. Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9317 mehr oder weniger auf der Stelle.

Keine Veränderung erwartet

Eine Veränderung des US-Leitzinsniveaus wird mehrheitlich nicht erwartet. Für Aufmerksamkeit wird die begleitende Kommunikation des Fed sorgen, wobei das Statement mit dem neuen Fed-Chef radikal gekürzt wurde und nicht mehr so viel Orientierung bietet.

«In den vergangenen Wochen hatten sich mehrere FOMC-Mitglieder angesichts kriegsbedingt höherer Energiepreise zunehmend in Richtung einer Zinserhöhung positioniert», schreibt das Institut weiter. Auch Fed-Chef Warsh habe deutlich gemacht, dass eine dauerhaft erhöhte Inflation nicht akzeptiert werden könne. «Ein klares Bekenntnis zu einem bevorstehenden Zinsschritt blieb bislang jedoch aus - nicht zuletzt, weil der Inflationsbericht vom Juni vorübergehend nachlassenden Preisdruck signalisiert hatte.»

Die Energiepreise sind zwischenzeitlich wieder deutlich gestiegen, was die Inflationsperspektive trübt. Gleichzeitig zeigt sich die US-Konjunktur bislang erstaunlich widerstandsfähig gegenüber den geopolitischen Spannungen. Vor diesem Hintergrund könnte sich mittelfristig eine Mehrheit im FOMC für eine Zinserhöhung herausbilden. Am Markt ist für September ein Zinsschritt vollständig eskomptiert. «Kommt es dazu und bekennt sich auch Warsh klar zu diesem Kurs, würde er sich von US-Präsident Donald Trump distanzieren und unterstreichen, dass die Fed unabhängig agiert und die Geldpolitik kein Instrument des Weissen Hauses ist.» Ein solcher Schritt könnte wiederum dem US-Dollar tendenziell Rückenwind verleihen.

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(AWP)