«Dies würde es den Notenbanken wohl ermöglichen, durch den dann als vorrübergehend angesehenen Preisschock 'hindurchzusehen' und nicht mit einem Zinserhöhungszyklus zu reagieren», kommentieren die Experten der Helaba. Die Gemengelage sei aber komplex, nicht nur auf der geopolitischen Ebene, wo widerstrebende Interessen von verschiedenen Beteiligten aufeinanderträfen, sondern auch für die Geldpolitiker. So seien ja nicht nur die Sorgen vor einem Inflationsschub gestiegen, sondern auch die konjunkturellen Risiken. «Die Gefahr, einen zinspolitischen Fehler zu begehen, ist gross.»
Im Tagesverlauf stehen nur wenige Datenpunkte auf dem Programm wie etwa das Protokoll der letzten Lagebeurteilung der SNB vom März. Dabei hatten die Währungshüter deutlich gemacht, verstärkt zu Eingriffen am Devisenmarkt bereit zu sein. Diese Bereitschaft hat SNB-Präsident Martin Schlegel am Mittwoch bei einer Veranstaltung in Washington bekräftigt, wie aus Medienberichten hervorgeht.
Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9221 mehr oder weniger auf der Stelle. Auch das Dollar/Franken-Paar bewegt sich mit 0,7811 kaum von der Stelle. Das Euro/Dollar-Paar hält sich mit 1,1805 über der 1,18er Marke, die es am Vortag durchbrochen hatte.
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(AWP)
