Der Dollar hat in der Nacht gegenüber dem Euro und dem Franken etwas an Wert gewonnen. Der EUR/USD-Kurs sank in der Folge leicht auf 1,1681 von 1,1697; und der USD/CHF-Kurs stieg auf 0,7844 von 0,7833. Das EUR/CHF-Paar tritt derweil bei Kursen von 0,9162 mehr oder weniger auf der Stelle.

Laut Analysten sollte auch der aktuell leicht teurere Dollar nicht überinterpretiert werden. Im Gegenteil zeigen sich die Teilnehmer am Devisenmarkt laut Händlern zunehmend unbeeindruckt von den Geschehnissen im Nahen Osten. «Der Blick der Devisenmärkte geht eher nach vorne und schaut auf mögliche Auswirkungen und volkswirtschaftliche Zweitrundeneffekte, die der Iran-Konflikt nach sich ziehen könnte», heisst es in einem Kommentar.

Hierzulande interessieren in diesem Zusammenhang unter anderem die neusten Schweizer Inflationszahlen, die am Vormittag veröffentlicht werden. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP gingen alle Ökonomen davon aus, dass diese im April weiter angestiegen ist. Konkret werden nach 0,3 Prozent im März für den April Werte zwischen 0,4 und 0,7 Prozent erwartet. «Reicht das aus, um eine Zinserhöhung zu rechtfertigen? Vermutlich eher nicht», meint die Commerzbank.

Selbst wenn die Strasse von Hormus länger geschlossen bleibe, werde es recht lange dauern, bis die Obergrenze des Inflationsziels ins Visier rücke, so der Kommentar weiter. Das unterscheide die Schweiz von beispielsweise dem Euroraum, weswegen von der EZB wohl eher Zinserhöhungen kommen dürften. «Dies ist - neben den verbalen SNB-Interventionen - einer der Hauptgründe, warum wir in den kommenden Monaten noch etwas Potential für höhere EUR/CHF-Niveaus sehen.»

Abgesehen davon gibt es am Nachmittag aus den USA Daten zur Handelsbilanz. Ausserdem wird mit dem ISM-Index ein Frühindikator veröffentlicht.

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(AWP)