Der Vertrag läuft über ⁠mehrere Jahre und hat voraussichtlich ein Volumen von mehr als zehn ‌Milliarden Dollar, wie US-Post am Donnerstag ‌mitteilte. Im Rahmen der Vereinbarung ​übernimmt DHL eCommerce die Abholung und Sortierung der Sendungen in seinen 19 US-Logistikzentren, während die US-Post die Zustellung auf der sogenannten letzten Meile übernimmt. DHL-Manager Scott Ashbaugh ‌erklärte, mit der Kooperation könne das Unternehmen in den USA wachsen und das dortige Geschäft bis zum Jahr 2030 ​in etwa verdoppeln.

Für die finanziell angeschlagene US-Post ​ist das Geschäft von hoher ​Bedeutung. Der Konzern, der seit 2007 unter anderem wegen des Rückgangs ‌des klassischen Briefgeschäfts Nettoverluste von insgesamt 118 Milliarden Dollar anhäufte, hatte gewarnt, dass ihm im Februar das Geld ausgehen ​könnte. ​Erst im vergangenen Monat ⁠hatte die Post eine neue Vereinbarung ​mit dem Online-Riesen Amazon ⁠geschlossen. Postchef David Steiner betonte, die Kooperation mit ‌DHL sei für beide Seiten ein Gewinn. Der deutsche Logistikriese müsse dadurch nicht selbst massiv in ‌den Aufbau eines eigenen Zustellnetzes investieren, ​um den US-Markt flächendeckend zu bedienen.

(Reuters)