"NZZ am Sonntag" / "SonntagsBlick":
Hacker haben übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei ihrem Angriff auf Daten der Schweizer Bundesverwaltung vertrauliche Dokumente des Bundessicherheitsdienstes erbeutet und veröffentlicht - darunter Dispositive für Staatsgäste und Magistraten. Unter den Daten, die bei der Berner IT-Firma Xplain gestohlen und im Darkweb veröffentlicht wurden, ist laut der "NZZ am Sonntag" auch ein Dokument von 2018 zu Sicherheitsmassnahmen für ausländische Diplomaten und Botschaften sowie vom Bund geschützte Personen und Objekte. Die Adressen von Bundesrätinnen und Bundesräten seien aufgelistet sowie die Residenzen von unter Schutz stehenden Top-Kadern. In die Hände der Hacker fielen laut "Sonntagsblick" überdies Haft- und Auslieferungsgesuche von Interpol sowie Fahndungsausschreibungen in Fällen von mutmasslichen Schwerverbrechern.
"NZZ am Sonntag" / "Le Matin Dimanche":
Die Grünen haben mit politischen Blockaden gedroht, sollten sie keinen Bundesratssitz erhalten. Mithilfe einer App will die Partei ihre Referendumskraft stärken, wie Grünen-Präsident Balthasar Glättli im Interview mit der "NZZ am Sonntag" sagte. Die App solle auch nach den Wahlen helfen, rasch Unterschriften zu sammeln. Die Partei finanziert die Applikation mit einer Spende von einer Million Franken. Carmita Burkard Kroeber, eine Erbin der Gründerfamilie des Baustoffkonzerns Sika, überwies der Partei diesen Betrag. "Damit verdoppeln wir unser Wahlkampfbudget", sagte Glättli. Die Spende sei die grösste in der Geschichte der Partei, sagte er laut Westschweizer Zeitung "Le Matin Dimanche".
"SonntagsZeitung":
Der Zürcher SVP-Nationalrat Roger Köppel hat in der laufenden Legislatur am meisten Abstimmungen im Nationalrat verloren. Der Thurgauer Mitte-Nationalrat Christian Lohr gewann laut einer Auswertung der "SonntagsZeitung" die meisten der 4500 Abstimmungen. In 88 Prozent der Abstimmungen stimmte die grosse Kammer gleich wie Lohr, bei Köppel waren es 43 Prozent der Abstimmungen. Köppels Teilnahmequote lag mit 81 Prozent zudem deutlich unter dem Durchschnitt von 96 Prozent. Im Vergleich zur letzten Legislatur habe sich die Linke und Grüne in puncto gewonnener Abstimmungen etwas verbessert, schrieb die "SonntagsZeitung" weiter. Die SVP-Mitglieder hätten sich mit ihrer verschärften Oppositionspolitik ins Abseits manövriert.
"NZZ am Sonntag":
Der Bund will die jährlichen Förderbeiträge für die Landwirtschaft von rund 85 Millionen auf bis zu 184 Millionen Franken erhöhen. Die zusätzlichen Mittel sind laut dem Bundesamt für Landwirtschaft (BWL) nötig, um Anpassung der Betriebe an den Klimawandel zu gewährleisten, wie die "NZZ am Sonntag" schrieb. In einem Bericht, welcher der Zeitung vorliegt, sind entsprechende Massnahmen formuliert. Dazu zählen etwa Bewässerungsanlagen, um die zunehmend trockenen Böden zu bewirtschaften. Die Kantone müssen sich an den Projekten im gleichen Umfang wie der Bund beteiligen. Woher die zusätzlichen Mittel kommen werden, sei noch nicht geklärt, teilte das BWL mit.
"SonntagsBlick":
Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider hat Ende August eine ausserordentliche Sitzung zur Unterbringung von Flüchtlingen einberaumt. Dabei sollen Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, der Justiz-, Polizei- und Sozialdirektorinnen und -direktoren der Kantone sowie die Spitzen von Gemeinden und Städten zusammenkommen, wie "SonntagsBlick" basierend auf internen Dokumenten des Sonderstabs Asyl schrieb. Zur Diskussion stehe die Unterbringung in Zivilschutzanlagen. Der Bund würde sich also für Beschäftigungsprogramme, Schulunterricht und die medizinische Versorgung kümmern, schrieb "SonntagsBlick". Auch Truppenunterkünfte der Armee stehen im Raum.
"SonntagsZeitung" / "Le Matin Dimanche":
In der Schweiz hat sich vor den Sommerferien keine starke Flugscham gezeigt. 60 Prozent der Befragten zeigten kein schlechtes Gewissen, wenn sie in den Flieger steigen. Zu diesem Schluss kam eine repräsentative Umfrage von Tamedia und "20 Minuten" in Zusammenarbeit mit dem Institut Leewas. 18- bis 34-Jährige gaben am häufigsten an, für die Ferien das Flugzeug zu nutzen. In einer vergleichbaren Umfrage in Deutschland bekundeten die Hälfte der Befragten ein schlechtes Gewissen bei Flugreisen. Umweltpsychologin Cathérine Hartmann verglich in der "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" das Verhalten mit dem Rauchen: Die Befragten wüssten zwar, dass es schädlich sei, machten es aber trotzdem.
"SonntagsZeitung":
Der Bundesrat hat laut dem Verkehrsverband TCS im Gesetzesentwurf zum neuen CO2-Gesetz eine Erhöhung des Benzinpreises versteckt. Der Touring-Club Schweiz (TCS) rechnet mit einer Erhöhung von bis zu 12 Rappen, wie die "SonntagsZeitung" schrieb. Grund dafür sei die vorgesehene Pflicht zur Beimischung von bis zu zehn Prozent erneuerbarem Treibstoff. Die Beschaffungskosten für Biotreibstoffe seien rund doppelt so hoch, wie für fossile Treibstoffe, argumentierte der Präsident des TCS, Peter Goetschi. Der TCS stimmte dem abgelehnten CO2-Gesetz und dem kürzlich angenommenen Klimagesetz zu. Am Montag berät die Umweltkommission des Ständerats den Gesetzesentwurf.
"SonntagsBlick":
Die Ar'Raham Moschee in Biel ist geschlossen. Darin hatte der mittlerweile verurteilte Prediger Abu Ramadan 2017 zu Hass aufgerufen, wie "SonntagsBlick" schrieb. Die Moschee wurde bereits Ende April verkauft. Der Mietvertrag mit dem Trägerverein Arrissala wurde gekündigt. Neue Eigentümerin des Hauses ist ein Berner Architekturbüro. "Ich bin froh, dass wir dieses Kapitel abschliessen konnten", sagte der bisherige Besitzer Oliver Senn zu "SonntagsBlick". Das Gotteshaus sei eine der ältesten von heute rund zehn Moscheen in Biel gewesen. Der Präsident des Islamischen Zentralrats Schweiz, Nicolas Blancho, habe in der Ar'Raham Moschee gelehrt.
"Le Matin Dimanche":
Der ehemalige Verwaltungsratspräsident der Post und frühere Mitte-Nationalrat, Claude Béglé, hat sich der SVP angeschlossen. Der 73-jährige Waadtländer trat am Freitagabend offiziel der SVP-Ortsgruppe Pully VD bei, wie die Westschweizer Zeitung "Le Matin Dimanche" schrieb. Béglé strebe keine Wahl an. Aber er wolle politische Verantwortung übernehmen, sagte er laut der Zeitung. 2021 war er aus der Mitte-Partei, ehemals CVP, gedrängt worden. Danach versuchte er erfolglos den Einstieg bei der FDP, wie die Zeitung weiter schreib.