Ein Sprecher von Edmond de Rothschild bestätigte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AWP einen Vertrag der Bank mit dem US-Geschäftsmann über 25 Millionen Dollar. Epstein habe das Institut bei verschiedenen strategischen Beratungsaufträgen unterstützt, insbesondere im Rahmen der Verfahren des US-Justizministeriums gegen Schweizer Banken in den 2010er-Jahren, erklärte er.
In den Anfang Januar veröffentlichten «Epstein-Dateien» des DoJ taucht der Name von Ariane de Rotschild insgesamt mehr als 4500 mal auf. Laut den online gestellten E-Mail-Korrespondenzen begannen die Verbindungen der Rotschild-Chefin zu Epstein 2013 auf beruflicher Ebene. Die Bank hatte in früheren Erklärungen betont, dass die Bankchefin «keinerlei Kenntnis vom persönlichen Verhalten Epsteins» gehabt habe.
Verwaltungsrat will alle Interessen schützen
Seit der Publikation der Dokumente durch das US-Justizdepartement (DoJ) habe der Verwaltungsrat «prompt und verantwortungsvoll» gehandelt, um die Interessen von Kunden, Angestellten und Aktionären zu schützen, hiess es in einer Stellungnahme der Bank vom Donnerstag.
Der Verwaltungsrat arbeite nun unter dem Vorsitz von Yves Perrier eng mit der Geschäftsleitung zusammen, um eine «koordinierte und gründliche unabhängige Überwachung der Lage zu gewährleisten». Gleichzeitig unterstütze er die Massnahmen der Bankführung.
Milliarden an Neugeldern
Derweil habe die Privatbank ihr Wachstum im vergangenen Jahr fortgeführt: Sie habe 2025 Neugeldzuflüsse von rund 10 Milliarden Franken verzeichnet, womit die Zuflüsse in den vergangenen drei Jahren rund 25 Milliarden betrugen.
Seit Anfang Jahr seien netto weitere 5 Milliarden Franken zur Bank geflossen, womit die verwalteten Vermögen auf einen Rekordstand von über 200 Milliarden angestiegen seien. Die Zuflüsse seien auch nach dem 30. Januar stark geblieben, betont das Institut. Die detaillierten Zahlen werde die Bank «in Kürze» bekanntgeben.
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(AWP)
