Ein Sprecher Herzogs hatte kürzlich mitgeteilt, dass Israels Präsident entschieden habe, Netanjahu derzeit keine Begnadigung zu gewähren und stattdessen eine Einigung zwischen den Parteien im Verfahren gegen Netanjahu ausserhalb des Gerichtssaals anzustreben. Der Präsident wolle «vor der eigentlichen Behandlung des Gnadengesuchs zunächst alle Bemühungen» ausschöpfen. Netanjahu hatte eine solche Einigung jedoch stets abgelehnt und stattdessen seine Unschuld beteuert.
Der israelische Ministerpräsident hatte das Gnadengesuch im November 2025 eingereicht. Zur Begründung nannte er unter anderem heftige Auseinandersetzungen in Israel über seinen Korruptionsprozess. Dieser läuft seit sechs Jahren. Angeklagt ist Netanjahu wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit.
US-Präsident Donald Trump hatte Herzog mehrfach dazu aufgefordert, Netanjahu zu begnadigen und Herzog dabei auch persönlich beleidigt./cir/DP/he
(AWP)
