Es sei mit Ernteausfällen von durchschnittlich rund 30 Prozent zu rechnen. Besonders betroffen sei das Grünland. Bauern mussten aus Futtermangel ihre Rinder zur Notschlachtung bringen, sagte Weinberger. Aber auch bei Mais, Soja und Getreide sei mit erheblichen Ernteausfällen zu rechnen. Immerhin seien im Durchschnitt 60 Prozent der Flächen gegen solche Schäden versichert.
Trend: Mehr Importe müssen Bedarf decken
Die Entwicklung sei ein bedrohliches Zeichen für die heimische Lebensmittelversorgung. Schon jetzt müsse Österreich unter anderem bei Getreide, Kartoffeln und bei pflanzlichen Ölen einen Teil des Bedarfs durch Importe decken. Für das Jahrzehnt von 2050 bis 2060 gingen Prognosen davon aus, dass rund die Hälfte des Getreides, 70 Prozent der Kartoffeln und 80 Prozent der pflanzlichen Öle importiert werden müssten, hiess es.
Weinberger kritisierte erneut das Ausmass der Bodenversiegelung vor allem durch Industrie und Handel. Österreich werde «grob fahrlässig» durch Verbauung zerstört. «Wir sind Europameister in dieser Disziplin und sägen auf dem Ast, auf dem wir sitzen», sagte er. Die Österreichische Hagelversicherung bietet Landwirten Versicherungsschutz gegen Wetterrisiken wie Hagel, Frost und Dürre an./mrd/DP/men
(AWP)
