Genaue Angaben zur Zahl der Ausgereisten machte Miller nicht, er verwies auf Sicherheitsgründe. Miller sagte aber, die Regierung stehe mit etwa 400 Amerikanern in Gaza in Verbindung, die den Wunsch geäussert hätten auszureisen. Hinzu kämen Familienmitglieder dieser US-Bürger. Zusammengenommen handele es sich um etwa 1000 Personen.
Miller sagte, US-Präsident Joe Biden, US-Aussenminister Antony Blinken und andere Regierungsmitglieder hätten intensiv daran gearbeitet, diesen Durchbruch zu erreichen. Die US-Regierung habe der im Gazastreifen herrschenden Hamas dabei keine Zugeständnisse gemacht, versicherte er. Miller schob aber nach, dass auch verwundete Palästinenser am Mittwoch über Rafah aus dem Gazastreifen gebracht worden seien. «Das war ein Schritt, den wir unterstützt haben.»
Biden schrieb auf der Plattform X: «Dank amerikanischer Führung haben wir heute dafür gesorgt, dass verwundete Palästinenser und ausländische Staatsangehörige den Gazastreifen sicher verlassen können.» Die Vereinigten Staaten liessen nicht nach, sich für die Ausreise von Amerikanern aus dem Gazastreifen einzusetzen.
Rafah ist der einzige Übergang im Gazastreifen, der nicht von Israel kontrolliert wird. Wann Rafah öffnet und wer den Übergang passieren kann, wird streng kontrolliert. Erstmals seit Beginn des Gaza-Kriegs am 7. Oktober können nun Hunderte Ausländer und Palästinenser mit einem zweiten Pass den ansonsten von Israel abgeriegelten Küstenstreifen Richtung Ägypten verlassen. Auch Verletzte aus dem Gazastreifen wurden am Mittwoch über den Grenzübergang Rafah zur Behandlung in den ägyptischen Ort Al-Arisch und andere grenznahe Orte transportiert.
(AWP)