US-Präsident Donald Trump hatte das Bündnis mehrfach und mit deutlichen Worten dafür kritisiert, dass es sich nicht aktiver im Iran-Krieg einbringe. Streitpunkte waren unter anderem die Nutzung von Militärstützpunkten sowie eine Mission zur Öffnung der Strasse von Hormus. Trump ging vor allem Spanien, Frankreich und das Vereinigte Königreich immer wieder an.

Rutte: Ich konnte Trumps Enttäuschung spüren

Am Vortag war Rutte bei Trump im Weissen Haus zu Gast, der Austausch fand hinter verschlossenen Türen statt. Rutte deutete allerdings an, dass es ein hartes Gespräch war. «Ich habe seine Enttäuschung darüber gespürt, dass seiner Ansicht nach zu viele der Verbündeten nicht hinter ihm stehen.»

Rutte habe dem Präsidenten gesagt, die überwältigende Mehrheit der Europäer tue genau das, was die USA von ihnen wollten. Manchmal brauche es ein paar Tage, aber jetzt stehe das Bündnis bereit, sowohl Europa als auch die USA zu verteidigen.

Als Zeichen für das Engagement der Nato-Länder wertete Rutte auch eine Mission zur Öffnung der Strasse von Hormus. Unter der Führung von Grossbritannien hätten sich mittlerweile 34 Nationen bereiterklärt, an einer Lösung zu arbeiten. «Wenn die Nato helfen kann, steht die Nato natürlich bereit.»/jcf/DP/men

(AWP)