Die Energieinfrastruktur in der Region sei durch den Krieg zerstört worden und werde weiter zerstört. Die Gaspreise in der EU seien seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten um rund 70 Prozent gestiegen, die für Öl um 60 Prozent. 30 Tage Konflikt hätten die Importkosten der Union für fossile Brennstoffe um 14 Milliarden Euro erhöht.
«Keine unmittelbaren Versorgungsengpässe»
Es gebe zwar derzeit in der EU «keine unmittelbaren Versorgungsengpässe bei Öl und Gas», doch man beobachte eine Verknappung insbesondere bei Diesel und Flugkraftstoff sowie zunehmende Engpässe auf den globalen Gasmärkten und in der Folge Auswirkungen auf die Strompreise. Die Kommission koordiniere Massnahmen zur Wiederauffüllung der Gasspeicher und zur Sicherung der Ölversorgung.
Die EU-Kommission werde bald weitere Vorschläge machen, kündigte Jørgensen an. Dabei gehe es teils auch um die leichtere Anwendung bereits vorgesehener Hilfsmöglichkeiten. Er verwies auch auf die grosse Bedeutung erneuerbarer Energien für die Energieunabhängigkeit Europas.
Die EU-Staaten seien sich in der Schalte einig gewesen, dass Massnahmen auf EU-Ebene und in den Staaten «sorgfältig konzipiert, koordiniert, zielgerichtet und auf die aktuelle Lage zugeschnitten sein müssen» und gleichzeitig mit den langfristigen Zielen im Einklang sein müssen, sagte Zyperns Energieminister Michael Damianos. Zypern hat derzeit die rotierende Ratspräsidentschaft inne. An der Videoschalte nahm auch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) teil./wea/DP/stw
(AWP)
